Qi & Qigong

Die alten chinesischen Meister bezeichneten das Qi als die vitale Energie, die alles Lebendige stärkt, nährt und reguliert.

In der Akupunktur wird der Fluss des Qi zur Heilung angeregt.
Im Qigong nutzen wir diese Energie in den sanften, fließenden Übungen und stärken somit unsere Gesundheit.

Es ist die Kunst, die eigene Lebenskraft zu pflegen.  So lernen wir, die eigene Mitte (wieder) zu finden,
um sie in allen Situationen des Lebens bewahren zu können.

Kalligrafie von Wang Ning


Qigong
 bedeutet „Lebensenergie“  und umfasst Gesundheitsbildung, Gesunderhaltung, Prävention, Therapie chronischer Erkrankungen, Linderung von Beschwerden, Rehabilitation, Schulung von Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit,  Entspannung und Stressreduktion, Bereicherung für künstlerische Tätigkeiten.

  • Qi = Atem, Luft, Wolke, Wind, Kraft, Energie ~ Lebensenergie
  • Gong = beständiges Üben, Arbeit, Verdienst, Kunstfertigkeit
  • Qigong = „Beständiges Üben mit der Lebensenergie“ ~ „die Arbeit mit unserer Lebensenergie“

Qi ist wichtig für den Stoffwechsel des Körpers

  • Qi beeinflusst den Körperstoffwechsel und sorgt für Veränderungen im Körper und für den ungehinderten Fluss aller Körpersekrete.
  • Qi steht nicht nur mit der Lebensenergie des Blutes und der Sekrete in Verbindung, sondern auch mit der Verdauung und verwandelt die Nahrungssubstanz in die vom Körper benötigte Energie
  • Qi sorgt für die Umwandlung von Atemluft

Qi sorgt für Stabilisierung und Pflege

  • indem es alle Körperflüssigkeiten in gutem Zustand hält und für ihre Verteilung, Bewegung, Bewahrung und Ausscheidung sorgt

Qi schützt den Körper

  • vor äußeren Faktoren wie Trockenheit, Feuchtigkeit, Wind, Hitze und Kälte und auch vor inneren Faktoren wie Grübelei, Depression, Angst, Zorn und Rastlosigkeit

Qi reguliert die Körpertemperatur

  • wärmt den Körper und reguliert bei übermäßiger Hitze und ist ist die Quelle harmonischer Transformation im Körper

Qi ist die Quelle aller geistigen und körperlichen Bewegungen

  • das bedeutet, Qi begleitet jede Aktivität, jede Bewegung, geistig und körperlich
  • Die fortwährende Bewegung des Qi im Körper zeigt sich in willkürlicher Bewegung, unwillkürlicher Bewegung (z.B. dem Atmen oder dem Herzschlag), geistiger Tätigkeit, Entwicklung, Wachstum und allgemeinen Lebensprozessen wie Reifen und Altern.

Obwohl Qi alles durchdringt und alles umfasst, lässt es sich doch nicht direkt beschreiben oder definieren. Dessen ungeachtet verwendet man in der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin den Begriff des Qi (Ki), um eine energetische Wirkung mit bestimmter Zielrichtung zu bezeichnen. Auf der Beherrschung und Lenkung von Qi beruhen auch alle östlichen Meditations- und Kampftechniken wie u.a. Qi Gong, Tai Chi, Shaolin und Aikido.

Formen des Qi

Der Begriff Qi – Lebensenergie kann vor allem durch sein Wirken und Heilen und durch seine Aufgaben richtig verstanden werden. Auch wenn wir das Qi mit den Augen nicht wahrnehmen können, so erfahren wir es in Form von Empfindungen wie kribbeln und pulsieren, Wärme und Kälte…. einem Gefühl der inneren Lebendigkeit!

Die Erbenergie (Primäres – Qi – Vorgeburtliches Qi –  Yuan Qi /Ur-Qi)
erhalten die Menschen über die Zeugung  und ist in den Nieren gespeichert. Sie ist mit den körperlichen, geistigen und seelischen Anlagen unserer Eltern und Vorfahren ausgestattet. Diese geerbten Qi Kräfte, die sich im Laufe des Lebens langsam erschöpfen, können in den Qigong Übungen aufgefrischt und gestärkt werden.

Die Nahrungsenergie (Erd – QI- Nachgeburtliche Qi – Gu Qi) bekommen wir aus der Erde, also über das, was wir täglich an Nahrung zu uns nehmen und ist in der Milz gespeichert. Damit das Nahrungs-Qi gut verwertet werden kann, muss der Funktionskreis der Milz gut funktionieren. Zu viele Sorgen, langes Grübeln und schlechte Ernährung wirken sich negativ auf diesen Funktionskreis aus. Eine Folge davon ist ständige Müdigkeit und das Gefühl der Schwäche und damit einer der häufigsten Erkrankungen in der heutigen Zeit.

Die kosmische Energie (Himmels – Qi – Nachgeburtliche Qi – Zhong-Qi) nehmen wir Menschen über die Atmung aus dem Universum zu uns und ist in der Lunge gespeichert.  Die Qualität der Luft und die Funktion der Lunge tragen dazu bei, wie viel Qi gewonnen werden kann. Frische Luft und Atemübungen können hilfreich sein, um den Funktionskreis der Lunge zu stärken.

Aus diesem Grund haben sich Bewegungs-, Atem-, Konzentrations- und Qigong Übungen als Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin etabliert. Das ganze Universum enthält QI!

Wahres Qi (Zhen Qi)

Die drei oben genannten Formen verbinden sich und bilden das sogenannte Wahre-Qi.

  • Das Nahrungs-Qi  verbindet sich mit dem Qi der Atemluft und bildet das Sammel-Qi (Zong Qi).
  • Mit Hilfe des Ursprungs-Qi  entwickelt sich das Wahre Qi  (Zheng Qi).
  • Aus dem wahren Qi  bilden sich das Nähr-Qi (Ying-Qi) und das Abwehr-Qi (Wei-Qi).
Im dem traditionellen chinesischen Weltbild ist der MENSCH die Verbindung von HIMMEL und ERDE.
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